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„Weißes Gold“ – der Begriff für Porzellan

Der Alchemist Johann Friedrich Böttger behauptete Anfang des 18. Jahrhunderts, dass er aus wertlosen Materialien Gold herstellen könne. Als das dem sächsischen Kurfürsten August dem Starken in Dresden zugetragen wurde, ließ er Böttger einsperren, um ihn Gold herstellen zu lassen. Nach einigen Jahren wurde Böttger von Ehrenfried Walther von Tschirnhaus überzeugt, sich an dessen Versuchen zur Herstellung von Porzellan zu beteiligen und begann, Ende September 1707 in der Porzellan-Forschung tätig zu werden.

Die Experimente führten 1708 zur Erfindung des europäischen Porzellans. In Thüringen, der Kleinstadt Kahla wurde 1844 mit der Produktion von Kahlaer Porzellan begonnen.

Gehen Sie mit uns auf eine Zeitreise über die Geschichte des „Weißen Goldes“ in Kahla.

 

Freitag, 29. März 2019 um 11:00 Uhr
KAHLA/Thüringen Porzellan GmbH
Christian-Eckardt-Straße 38
07768 Kahla

(Treffpunkt: 10:45 Uhr am Haupteingang)

 

Begonnen hatte die Produktion von Kahlaer Porzellan mit 20 Beschäftigten am 27. August 1844. Die Firma entwickelte sich schnell zur größten Porzellanfabrik Thüringens und war 1914 einer der größten Porzellanhersteller in Deutschland. Trotz Wirtschaftskrisen konnte sich Kahlaer Porzellan durchsetzen, vor allem durch sein berühmtes Kobaltblau und sein bekanntes und in vielen Haushalten benutztes Seriengeschirr mit Strohblumen- und Zwiebelmusterdekor.

 

 

Nach dem Zweiten Weltkrieg firmierte die Porzellanfabrik Kahla zunächst als Sowjetische Aktiengesellschaft, am 1. Mai 1951 als Volkseigener Betrieb.

50 Prozent der Produktion wurden damals in über 30 ost- und westeuropäische Länder exportiert. Kahla wurde zum Zetrum der Porzellanindustrie in der DDR.

 

 

Nach der Wende privatisierte die Treuhand 1991 das Unternehmen, das allerdings schon zwei Jahre später Konkurs anmelden musste.

 

 

Mit der Neugründung 1994 erfolgten umfangreiche Investitionen in moderne Fertigungstechnologien, in den Aufbau der Marke und in ein wettbewerbsfähiges Vertriebssystem.

Inzwischen hat das Unternehmen über 80 nationale und internationale Designpreise erhalten. 2005 erfolgte die Patentierung des Porzellans touch! mit einer samtweichen Oberflächenbeschichtung. Im Jahr 2014 wurde Kahla Mitglied des Nachhaltigkeitsabkommens Thüringen, einem Netzwerk für nachhaltiges Wirtschaften und feierte 170 Jahre „Made in Germany“.

Lernen Sie mit uns nicht nur die Geschichte des Kahlaer Porzellans kennen, auch die Abläufe zur Herstellung. Die Werksführung dauert ca. 1.5 Stunden und kostet pro Person 5,00 €.

Im Anschluss an die Führung gibt es für Sie die Möglichkeit im werkseigenen Shop das Gesehene auch zu kaufen.

 

Ihr CDH Mitte